★ Stellungnahme zum Artikel „Anwohner kritisieren Disco-Pläne“ & “Scharfe Kritik an Plänen für neue Event-Halle” in NWZ online und dieser Druckausgabe vom 16.02.17 ★

Sehr geehrte Redaktion, ungläubig habe ich auf NWZ-Online Ihren Artikel über unsere Diskothek Tange gelesen, der einseitig verfasst wurde und damit den journalistischen Grundregeln widerspricht. Sie erheben Vorwürfe gegen uns, die so nicht den Tatsachen entsprechen. Es wäre das Mindeste gewesen, vor Abdruck des Artikels im Internet Ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen und unsere Meinung zu den Vorwürfen anonymer Bürger anzuhören.

Jeder, der sich ein wenig Mühe macht und bei unseren Nachbarn recherchiert wird feststellen, dass wir zu allen Nachbarn ein gutes und freundschaftliches Verhältnis haben. Das resultiert daraus, dass wir immer und in all den Jahrzehnten deren Wünsche und Anregungen stets wahrgenommen und respektiert haben. Auf dem Informationsabend im Dezember war jeder Einwohner und Interessierte willkommen und konnte sich ausführlich über unsere Pläne informieren. Dieser Informationsabend wurde von uns angeregt, da wir uns unserer Pflicht gegenüber der Öffentlichkeit durchaus bewusst sind.

Sie zitieren in Ihrem Artikel anonyme Stimmen und behaupten, dass „viele Anwohner“ mit unseren Plänen nicht einverstanden seien. Wie kommen Sie zu der Erkenntnis und was heißt für Sie viele? Sie wissen, dass Sie laut Presserecht eine Verbreiterhaftung haben. Das bedeutet, Sie können nicht einfach Äußerungen Dritter – zumal anonym – verbreiten und sich darauf beziehen, dass das irgendjemand, den Sie nicht namentlich nennen, gesagt haben soll. Sie zitieren eine anonyme Anwohnerin, die sich über erhöhtes Verkehrsaufkommen und die Öffnungstage beschwert. Hiermit möchte ich darauf hinweisen, dass seit über 40 Jahren unsere regulären Öffnungszeiten der Mittwoch, der Freitag, Samstag und Sonntag sind. Wir verzichten aktuell auf die Hälfte der Öffnungstage, somit kann von einer Steigerung, wie es in Ihrem Artikel heißt, keine Rede sein.

Natürlich gibt es immer ein paar kritische Stimmen, aber von „vielen“ zu reden, geht an der Wahrheit vorbei. Noch eine Anmerkung zu den Vorwürfen des Lärms und der Verschmutzung. Selbstverständlich kommt es bei jedem Schützenfest, bei jedem Dorffest zu Verunreinigung. Und gegen das Wildpinkeln versuchen Kommunen in der gesamten Republik anzukommen. Tatsache aber ist es, dass wir an jedem Öffnungstag mit großem Aufwand mehrere Shuttlefahrzeuge im Einsatz haben, die Betrunkene und Nichtbetrunkene aus dem Dorf fahren. Zudem sorgen wir immer dafür, dass Straßen, Einfahrten, Gärten und Äcker von Unrat gereinigt werden. Es gibt wohl kaum einen Veranstalter in unserer Region und darüber hinaus, der so pflichtbewusst und selbstverständlich seinen Pflichten nachkommt. Wir leben seit Generationen in Tange und sind uns unseren Pflichten stets bewusst. Sie haben mit Ihrem Artikel nicht nur den guten Ruf der Diskothek Tange sondern auch den der Familie Mennenga in Verruf gebracht.

Wir bitten Sie, in Zukunft genauer zu recherchieren und Ihren journalistischen Sorgfaltspflichten nachzukommen. Als Journalisten sollte Ihnen bekannt sein, dass der Verbreiterhaftung eine ganz besondere Bedeutung in der Verdachtsberichterstattung zukommt. Bitte beachten Sie künftig die Grundregeln des Presserechts. Denn Ihr Artikel ist nicht nur Ruf- sondern für uns auch geschäftsschädigend.

Boris Mennenga, Betreiber der Diskothek Tange

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